Der Fahrplan für LEEFF|


Die Entwicklung eines für die Serienproduktion reifen eVans (leichtes Nutzfahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen) steht im Mittelpunkt dieser Phase. Getriebe, Batterie sowie Ladeinfrastruktur werden den Bedürfnissen und Anforderungen an kommerzielle Güterverkehrsflotten entsprechend konstruiert bzw. adaptiert. IKT-basierte Lösungen tragen effektiv zur umfassenden Kommunikation zwischen Fahrzeug, technischen Komponenten und NutzerInnen bei.

Die neu entwickelten und eingesetzten Technologien werden in ein Betreiber- und Geschäftsmodell integriert, dessen Ziele es sind, die TCO-Kosten eines gewerblich genutzten E-Fahrzeuges im Vergleich zu einem konventionell angetriebenen wettbewerbsfähig anzupassen, die Dienlichkeit und Serviceorientierung für NutzerInnen bestmöglich zu gestalten sowie eine merkliche Senkung von umweltbelastenden Emissionen (insbesondere von CO2, Feinstaub und Lärm) herbeizuführen.

Ein zugrunde liegendes integratives Planungsmodell berücksichtigt infrastrukturelle, flotten-, transport- und tourenrelevante Daten. Diese unmittelbare Zurverfügungstellung einer heuristischen Basis trägt zu einer Kosten- und Emissionsoptimierung bei und garantiert die Vergleichbarkeit der Ergebnisse. 

Eine zentrale „ready to use“-Plattform visualisiert diese Planungsergebnisse, liefert interaktive Entscheidungsgrundlagen, sammelt Verrechnungsdaten und erlaubt die Erstellung von Auswertungen zur laufenden Verbesserung der Integration von E-Fahrzeugen in gewerbliche Flotten.  

Ergänzend unterstützt eine mobile Anwendung die FahrerInnen, erleichtert die Kommunikation zwischen Fahrer, Fahrzeug und Betreiber, übermittelt reale Nutzungsdaten in Echtzeit und erlaubt auf dieser Grundlage weiterführende Prognose- und Planungsvorhaben. Die Integration eines „virtuellen Fahrlehrers“ liefert unmittelbares Feedback über das Nutzungsverhalten.

Während des 21-monatigen Testbetriebes unter realen Bedingungen werden die Elektronutzfahrzeuge in die Logistikprozesse der involvierten PraxispartnerInnen integriert.

Im Rahmen des wissenschaftlich begleiteten Demobetriebs sollen Echtzeitdaten sowie Erkenntnisse u.a. zu Durchführbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Umwelteffekten, Energieeffizienz, der Kombination von Ladesteuerung und Tourenplanung sowie von Akzeptanz, Fahrverhalten und Nutzerfreundlichkeit von (teil)elektrifizierten Flottenfahrzeugen gewonnen werden.


Dieses Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung Leuchttürme der Elektromobilität aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert. Eine Projektbeschreibung ist hier abrufbar.

Invesititionskosten von Demonstrationsanlagen werden auf Basis der Richtlinie für die Umweltförderung im Inland gefördert. Die Abwicklung wird von der Kommunalkredit Public Consulting GmbH vorgenommen. Nähere Informationen unter www.umweltfoerderung.at.

Für die Abwicklung des Programms Leuchttürme der Elektromobilität ist die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG das zuständige Organ.