Roadmap zur Strategischen Implementierung | 2020-2025

Ansatzpunkte für eine strategische Roadmap umfassen
#1 rechtliche und politische Rahmenbedingungen,
#2 die Rolle von OEMs bei der Elekrifizierung von Firmenfuhrparks,
#3 die Notwendigkeit bei Angebot und Ausbau von Ladeinfrastruktur sowie
#4 ein geeignetes Geschäftsmodell bzw. eine umfassende Umsetzungsbegleitung 
für den verstärkten Einsatz (teil)elektrifizierter Güterverkehrsflotten.


Rahmenbedingungen Güterverkehr

  • Effizienz - und somit Kosten - stehen im Vordergrund |
    Nachfrageseitig spielt ein günstiger Preis nach wie vor die dominante Rolle bei den Auftraggebern (=Kunden des Transportsystems).
    Eine Kostenerhöhung beim Fuhrpark kann nicht kompensiert werden.

  • Nutzen statt Besitzen
    Große Speditionen haben kaum Interesse an einem eigenen Fuhrpark – dieser gehört i.d.R. kleineren Transportunternehmern.
    An dieser Stelle müssen innovative Geschäftsmodelle (pay-per-use, full service,..) ansetzen.

  • Prozesstechnische Anforderungen müssen erfüllt werden
    in Bezug auf (1) Ladekapazität, (2) Nutzlast und (3) Reichweite.
    Eine Verschlechterung darf nicht in Kauf genommen werden.
  • Ladeinfrastruktur muss geschaffen werden |
    Sowohl am Logistik-HUB (=Ausgangspunkt der täglichen Zustelltouren) als auch bei den eingesetzten Transportunternehmen müssen Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen.

#1 Rechtliche und Politische Rahmenbedingungen

Übersicht | Rechtliche Rahmenbedingungen

Quelle: AustriaTech
Quelle: AustriaTech

Schlussfolgerung

Nur mit der Elektrifizierung des Verkehrs sind die Rahmenbedingungen für Bund, Länder, Immobilienbetreiber und Betriebe einhaltbar.


Quelle: Handelsblatt
Quelle: Handelsblatt

Schlussfolgerung

Für die OEMs sind ohne Elektrifizierung die Rahmenbedingungen nicht mehr zu schaffen.


EU | Politische Rahmenbedingungen

Quelle: https://urbanaccessregulations.eu
Quelle: https://urbanaccessregulations.eu

EU-weite Plattform für städtische Umweltgesetzgebung |

Urban Access Regulations in Europe

 

"The only complete, reliable source for all European Low Emission Zones, Congestion Charging & Urban Traffic Restrictions."


Ansätze zur Anpassung von Förderungen

  • Abschreibungsdauer bei e-Nutzfahrzeugen verkürzen
  • Bundesförderung für E-Nutzfahrzeuge erhöhen (bis max. 30% der Mehrinvestitionskosten) - wegen des Multiplikatoreffektes
  • Förderung von Ladeinfrastruktur für Betriebe auch ohne öffentlichen Zugang ermöglichen und erhöhen
  • Befreiung von Maut bei e-Vans bis 4,25 to / Vignette und Kurzparkzonen (durch grüne Nummerntafel)
  • Keine Einsatzeinschränkung bei e-Vans bis 4,25 to (Einsatzradius vom Depot aus)


#2 OEM

Elektromobilität hält zunehmend Einzug in Firmenfuhrparks


Zugleich stehen alle Arten von Elektrifizierung in der Pipeline bzw. werden bereits auf dem Markt angeboten.

 

Details und Infos stehen unter e-fahrzeuge.info, der unabhängigen Plattform für Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge, verfügbar.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Einige Länder wollen ein "Verbrenner"-Verbot ab 2030, wie beispielsweise Norwegen, Island oder Dänemark.


OEMs als Wegbereiter

Quelle: www.vanrental.de
Quelle: www.vanrental.de
Quelle: www.van.man
Quelle: www.van.man


#3 Ladeinfrastruktur

Öffentliche Ladeinfrastruktur |

Status Quo

Notwendigkeit für Ladeinfrastruktur |

Vergleich Anzahl Wallbooxen 2030 und 2035


Entwicklungen im Ausbau der Ladeinfrastruktur

Herausforderungen| Empfehlungen


#4 Geschäftsmodell | Umsetzungsbegleitung

I. Ausblick | Wie geht es weiter?

  • Stärkere Bewusstseinsbildung bei Transportunternehmen
    Der generelle Wissensstand ist in der Praxis sehr gering – hier muss mit Praxiserfahrungen angesetzt werden.
    Bei den Fahrern bestehen viele Vorbehalte gegenüber Elektrofahrzeugen (insb. in Bezug auf "range anxiety")

  • Kalkulierbarer Aufbau von Ladeinfrastruktur
    Die erforderliche Ladeinfrastruktur muss rasch und zu kalkulierbaren Installations- und Betriebskosten an HUB- und Depotstandorten realisiert werden können.

  • Spezifikation eines relevanten Dienstleistungsangebots
    Da Zustellfahrzeuge überwiegend von Kleinzustellern gekauft, geleast oder betrieben werden, muss insbesondere diese Zielgruppe durch ein entsprechendes Dienstleistungsangebot adressiert werden.

  • Finden passender Touren als Migrationsstrategie
    Die Restriktionen bzw. Trade-Offs bei Nutzlast und Reichweite können durch Einsatz auf kürzeren Stadttouren bzw. längeren Überland-Touren mit höherem B2C-Anteil (da leichtere Pakete) zum Teil überwunden werden.

  • Praktische Begleitung in Richtung einer Serienfertigung
    Umsetzungsprojekte - wie LEEFF - liefern wertvolle Hinweise hinsichtlich praktischer Anforderungen und Restriktionen beim Betrieb von elektrischen (Zustell-)Fahrzeugen für potenzielle Serienfertiger.

II. Rollout Planung

Detaillierte Informationen zum Rollout Guide hier abrufbar.

 

Current Situation

 

  • Market share of electric transporters is still < 1%
  • E-vans lack in range and load capacity
  • TCO (total cost of ownership) is high compared to conventional transport fleets
  • Legal restrictions (limits for CO2 emissions per km, driving bans for cities etc.)
  • However, there is a small group of clients that can already replace their fleets or parts of it with e-vans
  • It still lacks knowledge and training for this migration process

Rollout Guide

Based on the experiences and results of the LEEFF project, an integral process can be deduced which facilitates the implementation of electric mobility into delivery process transport fleets.

 

Several LEEFF project partners will support this process throughout the single stages (see figure below): Energie Ingenieure (demand analysis software), ENOMICS (Charging solutions), CNL (TCO calculations), Satiamo (logistics optimization software), i-log (logistics implementation), Smatrics (commercial and public charging infrastructure), Voltia (e-vans, e-mobility as a service), and Consistix (e-mobility logistics concept).

 

All modules of the rollout guide have been developed and tested within LEEFF and are already available for the market. Unlike static guides, the rollout guide is a dynamic tool (e.g., the partners are constantly updated to meet the clients's demand). Furthermore, the guide shall be transformed into a web-based e-mobility rollout platform.


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Dieses Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung Leuchttürme der Elektromobilität aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert. Eine Projektbeschreibung ist hier abrufbar.

Invesititionskosten von Demonstrationsanlagen werden auf Basis der Richtlinie für die Umweltförderung im Inland gefördert. Die Abwicklung wird von der Kommunalkredit Public Consulting GmbH vorgenommen. Nähere Informationen unter www.umweltfoerderung.at.

Für die Abwicklung des Programms Leuchttürme der Elektromobilität ist die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG das zuständige Organ.