Oberaigner Powertrain

Oberaigner Powertrain GmbH|Daimlerstraße 1|A-4155 Nebelberg

'Antrieb für die Zukunft' ohne Kompromisse in Qualität und Leistung


Die Geschäftseinheit Powertrain zählt zur Unternehmensgruppe Oberaigner und konzentriert sich neben serieller Produktion und Montage insbesondere auf die Entwicklung, Prototypisierung und Erprobung von Antriebs- und Fahrwerkskomponenten. Die Konstruktion von Sondergetrieben für spezielle Anwendungsfälle sowie die Elektrifizierung von Antriebssträngen sind ebenso Bestandteil des Leistungsportfolios. Der weltweite Einsatz ihrer Produkte, langjährige Partnerschaften mit namhaften Automobilherstellern sowie das weitreichende Engagement in F&E-Projekten zeichnen Oberaigner als erfahrungsreichen und kompetenten Projektpartner aus. 


Rolle bei LEEFF

Oberaigner Powertrain ist im Projekt für die Weiterentwicklung des Planetengetriebes mit Parksperrefunktion zur Elektrifizierung von leichten Nutzfahrzeugen verantwortlich. Dies schließt neben einem Dauerlauftest auch Prüfungsfahrten mit Höchstgeschwindigkeit, Akustikmessungen und weitere Erprobungen am Prüfstand (u.a. Static Torsion Tests) mit ein. Auf diese Weise wird die Entwicklung (zum Teil im Überlastbetrieb) auf ihre Tauglichkeit im Alltag getestet.

Foto: Christian Mathe|Fotostudio Mathe
Foto: Christian Mathe|Fotostudio Mathe

"Um das Thema Elektromobilität für viele Menschen zugänglich zu machen, braucht es Pioniere. Nur durch das Engagement von Unternehmen, die in eine emissionsfreie Zukunft investieren, können Konzepte für Zero Emission Cities realisiert werden. Das Projekt LEEFF wird - neben anderen Vorhaben im Bereich Umwelt und Energie - den Verkehr in künftigen Smart Cities mitgestalten und kann somit auch als Triebfeder für weitere Entwicklungen gesehen werden."

Peter Stögmüller, Leitung Vorentwicklung|Oberaigner Powertrain


3 Fragen an Peter Stögmüller|Oberaigner Powertrain

Wie schätzen Sie aus heutiger Sicht die Entwicklung von Elektromobilität im Güterverkehr in den nächsten zehn Jahren ein?

Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge im Allgemeinen, aber auch jener für den Güterverkehr, wird in den nächsten Jahren stetig steigen. Betrachten wir nur den aktuellen Trend der Hybridisierung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, der seit 2008 rasant ansteigt, oder die Investitionen in Ladeinfrastruktur. Nicht zu vergessen, die Vorteile durch den geräuscharmen Antrieb, der gleichzeitig die Akzeptanz von Elektromotoren als Antriebseinheit erhöht. All diese Tendenzen lassen in den nächsten 10 Jahren einen deutlichen Zuwachs im Bereich Elektromobilität erwarten.

Die Anwendungsgebiete im Bereich Personen- und Güterverkehr, insbesondere im städtischen Nahverkehr mit ausgeprägtem Start-Stopp Anteil (u.a. Taxis, Zusteller, Transporter im Dienstleistungsbereich, Stadtbusse, etc.), sind für Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb besonders vielversprechend und werden so im urbanen Bereich bald alltäglich werden.

Was würden Sie Unternehmen raten, die mit dem Gedanken eines Aufbaus einer E-Flotte spielen?

Der Aufbau einer E-Flotte hängt aktuell noch stark von der Anwendung ab. Zwar gibt es im Bereich Pkw bereits sehr gute Lösungen, bei leichten Nutzfahrzeugen sind bisher jedoch nur vereinzelt entsprechende Angebote auf dem Markt vorhanden. Für den Nah- und Fernverkehr muss man mit zunehmender Tonnage derzeit noch Einschränkungen in Kauf nehmen. Aber selbst für Fahrzeuge mit höherem Eigengewicht (beispielsweise Rangierfahrzeuge) gibt es schon praxistaugliche Ausführungen, die durch lokale Emissionsfreiheit überzeugen.

Fühlen Sie sich mit dem Thema Elektromobilität auch privat verbunden?

Angesichts der raschen Entwicklung im Bereich Elektromobilität, des Komforts und der hervorragenden Performance von Elektrofahrzeugen informiere ich mich laufend über erhältliche Modelle. Die Verfügbarkeit einer Lademöglichkeit zu Hause und im Betrieb unterstützt den Gedanken, schon in naher Zukunft auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen. Als Vater von drei Kindern wäre sogar ein elektrischer Kleinbus - wie im Projekt LEEFF gemeinsam entwickelt - eine zugegebenermaßen übertriebene, aber begehrenswerte Option. Ich hatte die Gelegenheit, diverse Elektrofahrzeuge zu testen und nicht nur der Umweltgedanke, sondern auch die Emotionen, die das elektrische Fahrgefühl mit sich bringen, überwiegen die meist unbegründete Angst vor dem Thema Reichweite.


Dieses Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung Leuchttürme der Elektromobilität aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert. Eine Projektbeschreibung ist hier abrufbar.

Invesititionskosten von Demonstrationsanlagen werden auf Basis der Richtlinie für die Umweltförderung im Inland gefördert. Die Abwicklung wird von der Kommunalkredit Public Consulting GmbH vorgenommen. Nähere Informationen unter www.umweltfoerderung.at.

Für die Abwicklung des Programms Leuchttürme der Elektromobilität ist die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG das zuständige Organ.