Quehenberger Logistics

Quehenberger Logistics GmbH|Gewerbegebiet Nord 5|A-5204 Strasswalchen

Der Logistikanbieter setzt auf Qualität, Effizienz und mittelständische Unternehmenskultur.


Quehenberger Logistics ist ein mittelständischer, eigentümergeführter Qualitätsanbieter für Transportmanagement, Netzwerk- und Kontraktlogistik mit internationaler Ausrichtung. Das Unternehmen verfügt über ein flächendeckendes eigenes Stückgutnetzwerk in Österreich sowie zahlreiche weitere Standorte in Ost- und Südosteuropa. Mit insgesamt mehr als 2.700 Mitarbeitern bietet Quehenberger Logistics ein breites Spektrum an Transport- und Logistikdienstleistungen in den Bereichen Automotive, Fashion, Reifen, Retail, Weißwaren und Wertstoffe. Logistik-Outsourcing zählt unter anderem zu den Kernkompetenzen des Unternehmens, das als externer Partner die Logistikprozesse seiner Kunden optimiert. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind zentrale Anliegen bei Quehenberger Logistics.


Rolle bei LEEFF

Im Zuge der Praxispartnerschaft im Projekt wird bei Quehenberger - während der Demonstrationsphase ab 2017 - ein elektrisch angetriebener Van in der 3,5 Tonnen-Klasse in die unternehmenseigene Flotte integriert. Das E-Fahrzeug wird primär in der urbanen Retail-Zustellung zum Einsatz kommen. Während des Testbetriebs unter realen Bedingungen werden Echtzeitdaten gesammelt, ausgewertet und die Ergebnisse zur weiteren Verwendung aufbereitet.

Dr. Marcus Einbock|Foto: Privat
Dr. Marcus Einbock|Foto: Privat

"Wir engagieren uns bei diesem Testprojekt, weil wir mittelfristig daran glauben, dass der E-Antrieb - insbesondere bei Auslieferungsverkehr - eine große Rolle spielen wird. Wenn wir im Rahmen des Projektes das Know-how dafür erwerben, können wir frühestmöglich in eine E-Flotte investieren, sofern die Rahmenbedingungen stimmen."

Dr. Marcus Einbock, Head of Project Management|Quehenberger Logistics


3 Fragen an Marcus Einbock|Quehenberger Logistics

Wie schätzen Sie aus heutiger Sicht die Entwicklung von Elektromobilität im Güterverkehr in den nächsten zehn Jahren ein?

Zunächst bedarf es technisch zuverlässiger Lösungen, die den Praxistest bestehen. Der Aktionsraum eines elektrisch angetriebenen Auslieferungsfahrzeuges im Ballungsraum darf nicht durch zu geringe Reichweiten eingeschränkt werden. Ein weiterer wesentlicher Aspekt bei E-Antrieben ist die mittel- und langfristige Sicherstellung der betriebswirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit gegenüber dem konventionellen Dieselantrieb. Hier ist es sehr positiv zu werten, dass sich die Batteriepreise in den letzten Jahren deutlich reduziert haben. Wenn die technische Zuverlässigkeit gegeben ist und der E-Antrieb über den Lebenszyklus kostengünstiger als der Dieselantrieb ist, werden Flottenbetreiber in starkem Maße in die E-Mobilität investieren. Hinzu kommt die Forderungen seitens der Kunden aus Industrie und Handel, vermehrt in umweltverträgliche  Antriebe zu investieren.

Was würden Sie Unternehmen raten, die mit dem Gedanken eines Aufbaus einer E-Flotte spielen?

Für den Aufbau einer E-Flotte ist es vielleicht noch etwas früh, doch sind die Technologiesprünge beim E-Antrieb derart hoch, dass Flottenbetreiber sich systematisch damit beschäftigen sollten. Wir bei Quehenberger Logistics prüfen regelmäßig den Einsatz von E-Antrieben in der Nahverkehrsdistribution und freuen uns, im Rahmen des LEEFF-Projektes einen E-Sprinter testen zu dürfen.

Fühlen Sie sich mit dem Thema Elektromobilität auch privat verbunden?

Nein, aufgrund der hohen Fahrleistungen, die ich mit dem PKW realisiere, kommt es noch nicht in Frage. Möglicherweise wird aber die Beantwortung dieser Frage in 5 Jahren völlig anders ausfallen. Wünschenswert wäre es.


Dieses Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung Leuchttürme der Elektromobilität aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert. Eine Projektbeschreibung ist hier abrufbar.

Invesititionskosten von Demonstrationsanlagen werden auf Basis der Richtlinie für die Umweltförderung im Inland gefördert. Die Abwicklung wird von der Kommunalkredit Public Consulting GmbH vorgenommen. Nähere Informationen unter www.umweltfoerderung.at.

Für die Abwicklung des Programms Leuchttürme der Elektromobilität ist die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG das zuständige Organ.